Die Staatsoberhäupter Iveta Radičová, Petr Nečas, Donald Tusk und Viktor Orbán einigten sich am Dienstag beim Treffen der Visegrád-Länder in Budapest auf die Intensivierung der mitteleuropäischen Zusammenarbeit. Laut slowakischer Premierministerin Radičová verbinden die, von der Wirtschaftskrise verursachten, Probleme die Visegrád-Länder. In einem Sondertreffen zwischen Orbán und Radičová wurden auch die Streitpunkte bezüglich der Doppelstaatsbürgerschaft für die ungarischen Minderheiten angesprochen. Das ungarische Gesetz über eine doppelte Staatsbürgerschaft werde laut Radičová auf slowakischem Territorium nicht angewandt, die in der Slowakei lebenden Ungarn werden aber ihre slowakische Staatsbürgerschaft nicht verlieren. Dementsprechend müsse Ungarn das Gesetz bis Januar 2011 modifizieren. Nach dem Treffen betonte der ungarische Regierungschef in einer Pressekonferenz die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in Mitteleuropa, um zu vermeiden, dass Europa nach dem „eisernen“ ein „finanzieller Vorhang“ teilt. Er fügte aber auch hinzu, dass Ungarn wegen der aktuellen Konflikte die führende Rolle auf diesem Gebiet zurzeit nicht übernehmen kann. (veröffentlicht 21.07.2010) | |
| Quelle: | Népszabadság, Seiten 1 / 6 / 9 / 11 |
| Zuordnung Land: | Ungarn |
| Thema: | Blick ins Rathaus |












