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Gemeinde übernimmt erneut Fernwärme Sofia

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Der Sofioter Gemeinderat hat am 22. Juli beschlossen, die Fernwärme Sofia erneut in sein Eigentum zu übernehmen. Bis dato war die Fernwärme in staatlicher Hand. In der Sitzung des Gemeinderates wurde erklärt, dass das Unternehmen Schulden in Höhe von über 510 Mio. BGN (260,7 Mio. EUR) hat. Für die Übernahme haben die Gemeinderäte von GERB (Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens), SDS (Union der demokratischen Kräfte, BSP (Bulgarische Sozialistische Partei) und „Ataka“ gestimmt, dagegen waren die Gemeinderäte aus DSB (Demokraten für ein starkes Bulgarien), NDSV (Nationale Bewegung für Stabilität und Aufschwung, sowie der Bürgermeister-Kandidat der BSP Georgi Kadiev. Kadiev äußerte seine Befürchtungen, dass nach der Übernahme und nach der Begleichung aller Schulden die Heizungspreise um 23,4% steigen werden.
Die Gemeinde Sofia hatte davor bis November 2008 52% der Aktien der Gesellschaft besessen. Nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Erdgaslieferanten „Bulgargas“ über einen Schuldenaufschub hatte der Gemeinderat beschlossen, das Unternehmen an den Staat zu übergeben.
 


(veröffentlicht 23.07.2010)
Quelle:vesti.bg
Zuordnung Land:Bulgarien
Thema:Wirtschaft