Sofianski zählt auf Ex-Präsident Stojanov und Premier Sachskoburggotski bei der Vereinigung der Mitte-rechts-Parteien
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Die Meinung dieser Politiker habe Gewicht und komme zu Gehör, hieß es auf der Konferenz der Union der Freien Demokraten (SSD) in Hissar bei Sofia am 05.10.02. Vertreter der Partei des Sofioter Bürgermeisters Stefan Sofianski und Soziologen erörterten dort die Möglichkeiten der Aufstellung gemeinsamer Kandidaten der Mitte-rechts-Parteien durch interne Vorwahlen. Sofianski schätzte die Chancen für die Durchführung solcher Vorwahlen im Mai oder Juni 2003 derzeit auf 50:50 ein. Bisher habe er bei Gesprächen mit Vertretern der Union der demokratischen Kräfte (SDS) und der Nationalen Bewegung „Simeon II.“ (NDSV) unterschiedliche Signale in Bezug auf diese Idee erhalten, sagte Sofianski. Die Idee habe sowohl Anhänger als auch Gegner in den Vorständen dieser beiden Parteien. Zu den Gegnern gehöre die Vorsitzende der SDS, Nadeshda Michailova. Die NDSV sei eher geneigt, diese Idee zu verwirklichen. Die SDS werde ihre Strategie für die Kommunalwahlen in Bulgarien 2003 bei einer Vorstandssitzung am 29. Oktober 2002 diskutieren. Sofianski erklärte, er habe auch mit Ex-Präsident Petar Stojanov gesprochen und rechne mit seiner Unterstützung für die Vereinigung der Mitte-rechts-Parteien.
Laut der Direktorin der Agentur für Meinungsforschung MBMD sei eine Beteiligung der SDS an gemeinsamen internen Vorwahlen eher unwahrscheinlich. Es sei auch trotz der hohen Ratingrate von Sofianski - laut MBMD würden 58 Prozent der Sofioter bei den Kommunalwahlen wieder für Sofianski stimmen - sehr unsicher, ob er die gemeinsamen Vorwahlen gewinnen würde. Nach Worten des Wahlkampfleiters von Sofianski von 1995, Lubomir Pavlov, wäre eine Niederlage bei den Kommunalwahlen in den großen Städten der Anfang vom Ende der Mitte-rechts-Parteien.
Dnevnik, Seite 2
07.10.2002
(veröffentlicht 07.10.2002) | |
| Zuordnung Land: | Bulgarien |
| Thema: | Blick ins Rathaus |












