Tschechien darf 2004 der EU beitreten
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Brüssel bietet der Tschechischen Republik neben neun anderen Beitrittskandidaten den EU-Beitritt an. Dies gab am 09.10.2002 der Kommissionschef Romano Prodi während der diesjährigen Bewertung der Beitrittskandidaten bekannt. Prodi forderte dazu auf, noch in diesem Jahr die EU-Beitrittsverhandlungen mit den zehn Kandidaten zu beenden, um im nächsten Jahr die Beitrittsverträge unterzeichen zu können. Im Jahr 2004 soll die Tschechische Republik der Union beitreten. An dem gegenwärtigen Zustand wird sich jedoch vorerst nichts ändern. Die Grenzen bleiben weiterhin bestehen, da dass Schengener Abkommen wahrscheinlich erst zwei bis drei Jahre später auch in Tschechien eingeführt wird. Auch was den Arbeitsmarkt angeht, wird es vorerst für Tschechen in Deutschland und Österreich Einschränkungen geben. Die Preise werden steigen, die Steuern werden erhöht; auf den ersten Blick negative Aspekte, die jedoch notwendig sind, um die Konvergenz, sprich die Abschaffung der Preisunterschiede zwischen Tschechien und der EU, zu erreichen. Trotz der positiven Bewertung der Beitrittsbestrebungen Tschechiens kommen aus Brüssel auch weiterhin Kritikpunkte. Zu den Dauerbrennern gehören die Korruption sowie die Diskriminierung der tschechischen Sinti und Roma. Weiterhin werden sich die Tschechen auch noch mit dem steigenden Budgetdefizit, der Existenz von Duty free shops, sowie des nicht transparenten Fernsehmarktes und der Justizmängel auseinandersetzen müssen.
Lidove noviny
10.10.2002
(veröffentlicht 10.10.2002) | |
| Zuordnung Land: | Tschechische Republik |
| Thema: | EU- Erweiterung |












