Tschechiens Außenminister appelliert an Irland: Verschließt uns nicht die Türen!
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Der tschechische Außenminister Cyril Svoboda versuchte am 10.10.2002 in Irland die Bürger davon zu überzeugen, in dem geplanten Referendum für die Verträge aus Nizza zu stimmen. „Es ist sehr wichtig gerade jetzt, kurz vor dem Referendum, hier zu sein“, so Svoboda. Sollten die Iren den Verträgen aus Nizza nicht zustimmen, so würde das Projekt der EU-Osterweiterung vorerst platzen. „Wir wollen natürlich nicht intervenieren. Es ist aber wichtig die Iren darauf aufmerksam zu machen, dass ihre Entscheidung große Auswirkungen auf die Bürger der Kandidatenländer haben wird“, ergänzte der Außenminister. Svoboda kritisierte zusätzlich die Argumentation irischer Erweiterungsgegner, deren Meinung nach die Erweiterung vor allem den Kandidatenländern schaden wird und somit Tschechien froh sein könnte, wenn die Verträge erneut abgelehnt werden. „Es liegt nicht in der Hand eines Anderen unsere zukünftige Stellung in der Europäischen Union zu verteidigen. Das ist einzig und allein unsere Aufgabe“, gab Svoboda bekannt.
MFD, Seite A8
11.10.2002
(veröffentlicht 11.10.2002) | |
| Zuordnung Land: | Tschechische Republik |
| Thema: | EU- Erweiterung |












