Vizebürgermeister für Finanzen und Wirtschaft will „Sofia-Steuer“ einführen
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Ab 2003 sollte man in Sofia eine neue Steuer einführen, die man zum Beispiel „Sofia-Steuer“ nennen könnte, erklärte der Sofioter Vizebürgermeister für Finanzen und Wirtschaft, Venzeslav Nikolov, auf dem Jahrestreffen des bulgarischen Nationalen Gemeindeverbandes im Urlauberzentrum am Schwarzen Meer „Albena“. Sonst würden grundlegende Systeme der Stadt wie Straßenbeleuchtung oder der städtische Nahverkehr wegen Geldmangels nicht mehr unterhalten werden können, so Nikolov weiter. Der Grund dafür sei, dass der Staat Sofia für das kommende Jahr einen Etat von 290 Mio. BGN (148,27 Mio. EUR) gewähre und 420 Mio. BGN (214,74 Mio. EUR) für den Staatshaushalt fordere. Davon seien 242 Mio. BGN (123,73 Mio. EUR) Einnahmen von der Einkommenssteuer und der Rest – Einnahmen von der Gewinnsteuer und 10 Prozent Gemeindesteuer. Der Haushalt für Sofia 2003 in dieser Form würde zur Entlassung von 10.000 Arbeitern und Angestellten von den Gemeindefirmen führen, sagte Nikolov weiter.
Der Etat für Sofia für 2002 hat ein Volumen von 380 Mio. BGN (194,29 Mio. EUR) und das Defizit beträgt jetzt schon 42 Mio. BGN (21,47 Mio. EUR). Laut dem Haushaltsentwurf 2003 können alle Gemeinden in Bulgarien die Einnahmen von der Einkommenssteuer zu 100 Prozent behalten. Davon sind aber sieben Gemeinden mit guter Wirtschaft ausgeschlossen: Sofia, Varna, Burgas, Plovdiv, Kosloduj, Sevlievo und Galabovo.
Trud, 19.10.2002, Seite 1, 6
21.10.2002 (veröffentlicht 21.10.2002) | |
| Zuordnung Land: | Bulgarien |
| Thema: | Soziales/Gesundheit, Blick ins Rathaus, |












